Malerei: Farbe im Bild
Egal, ob in Fotografie, Digitalkunst oder aber Malerei – es zählt nicht nur das Beherrschen des “Handwerks” und ein gutes Motiv, sondern in hohem Maße auch die Farbgebung, die Farbharmonien.
Was macht ein gutes Bild aus?
In diesem Beitrag möchte ich auf das Thema “Farbe im Bild” auf dem Gebiet der Malerei näher eingehen, und zwar unter Anwendungsgesichtspunkten, da es im Web genügend andere Artikel über Farbtheorie gibt [Wikipedia: Farbe, Wahrnehmung, Farbpsychologie, Geschichte].
Bevor ich ein neues Bild beginne, habe ich entweder als erstes ein Motiv vor Augen, eine Idee oder aber auch “nur” ein “Farbspiel”, d.h. dass ich bestimmte Farbharmonien darstellen möchte.
In beiden Fällen muss man sich Gedanken machen, welche Farben miteinander ein harmonisches Ganzes geben und was sich damit ausdrücken lässt.
Harald Küppers hat auf seiner Website farbentheorie.de eindrucksvoll die unterschiedlichen Farbmischgesetze erläutert, die ich als Basislektüre sehr empfehle.
In der Folge stellt sich dann die Frage der Farbmischungen. Es ist ein Leichtes – und Teures -, sich ein ganzes Arsenal an Farbtuben und -eimern zuzulegen, aber ein Schweres und doch Professionelleres, aus den Grundfarben ROT, GELB, BLAU – aus diesen drei Farben sind alle anderen Farbtöne mischbar [Wikipedia: Dreifarbentheorie].
Man beginnt am besten immer mit dem Mischen zweier Farbtöne. Durch das Zugeben und Weglassen einer Farbe entstehen neue Farbmischungen. Um eine Farbe abzudunkeln, verwendet man in der Malerei üblicherweise nicht etwa Schwarz, sondern Blau; ich nehme hierfür gerne Indigo. Diese so gemischten dunklen Farbtöne werden dann gerne für Schatten verwendet.
In der Malerei wird zum dunkler mischen der Farbe nicht Schwarz genommen, wie oft vermutet, sondern Blau. Mit Blau abgemischte Farbtöne werden überwiegend für Schatten verwendet. Mit Weiß werden Farben aufgehellt und Lichter dargestellt.
So lassen sich die ersten Basisfarben mischen:
Kadmiumrot + Kadmiumgelb = Orange
Kadmiumrot + etwas Ultramarinblau = dunkles Rot
Kadmiumrot + etwas mehr Ultramarinblau = dunkles Blaurot
Kadmiumrot + gleicher Teil Ultramarinblau = Violett
Kadmiumrot + Titanweiß = helles Rot bis Rosa
Kadmiumrot + Chromoxydgrün = rötliches Braun
Kadmiumrot + Chromoxydgrün feurig = dunkles Braun
Kadmiumgelb + Ultramarinblau = Grün
Kadmiumgelb + Chromoxydgrün feurig = Saftgrün
Chromoxydgrün stumpf + Lichten Ocker = Olivgrün
Ultramarinblau + Chromoxydgrün = Dunkelgrün
Eisenoxidschwarz + Titanweiß = Grau
Eisenoxidschwarz + Titanweiß + etwas Ultramarinblau = kaltes Grau
Eisenoxidschwarz + Titanweiß + etwas Kadmiumrot = warmes Grau
Welche Farbe nun welche Mischung ergibt, lässt sich gut in zwei Büchern anhand von gut gestalteten Farbtabellen entnehmen – eines für Acrylfarben, das andere für Ölmalerei.
Wenn man erst einmal das Handwerkliche der Farbmischung beherrscht, kommt als nächster Schritt, das Auge für gewisse Farbharmonien zu schulen.
Mehr dazu demnächst hier im KUNSTBLOG …

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Endlich wird wieder darauf aufmerksam gemacht, daß es auch klassische Gesetze in der Malerei gibt, und daß bildender Kunst auch inhaltlich, farblich und maltechnisch solide kunsthandwerkliche Kenntnisse voraussetzt.
Abseits des Mainstreams sind hier als positive Gegenbeispiele neuerer Zeit die Ausnahmekünstler Alfons Anders und Dagmar Anders zu benennen.